Nil und Libysche Wüste: Grenze zwischen Grün und Sand
Eine Woche zwischen Wüste, Tempeln und ziemlich viel Staub
Diesen Dezember ging es für mich zum ersten Mal auf den afrikanischen Kontinent. Ziel war Ägypten, genauer gesagt eine Woche in der Makadi Bucht nahe Hurghada am Roten Meer. Unser Hotel diente dabei als Rückzugsort nach den teils sehr intensiven Ausflügen. Sandstrand, Pool und richtig gutes Essen machten es leicht, abends wieder Energie zu sammeln. All Inclusive kann also durchaus mehr sein als nur Massen-Buffet :D.
Sandstrand in der Makadi-Bucht
Sonnenuntergang in der Makadi-Bucht
Palmen in der Makadi-Bucht
Sandstrand in der Makadi-Bucht
Makadi-Bucht mit Bergrelief
Quad-Tour durch die arabische Wüste
Eine der aktivsten Unternehmungen war eine Quad-Tour durch die arabische Wüste. Für kleines Geld fuhren wir knapp 50 Kilometer durch Sand, Staub und endlose Weite. Teil der Runde war ein kurzer Stopp in einem Beduinendorf, wo wir uns kurz umschauen konnten.
Dort packte ich endlich die Kamera aus. Mein Lieblingsbild der Quad-Tour zeigt unsere Quads im goldenen Gegenlicht der tiefstehenden Sonne. Staub in der Luft, warmes Licht und dieses Gefühl von Freiheit mitten in der Wüste, fotografisch ein echtes Highlight.
Quads im goldenen Licht
Sonnenuntergang in der arabischen Wüwte
Kamele im Beduidendorf
Arabische Wüste
Quad-Action
Luxor: ein langer Tag, der sich gelohnt hat
Ein sehr früher Start führte uns auf einen Tagesausflug nach Luxor. Rund dreihundert Kilometer ging es durch Wüstenlandschaften der arabischen Wüste und grüne Oasen entlang des Nils. Die Fahrt im 14-Sitzer-Toyota-Kleinbus war sehr mittelmäßig. Ägyptische Straßen entsprechen nicht ganz deutschen Standards, Verkehrsregeln haben hier eher optionalen Charakter und die Fahrer kennen nur ein Gas: Vollgas! Schlaf war jedenfalls schwierig, Adrenalin dafür garantiert.
Vielfältige Fortbewegungsmittel in Luxor
Karnak-Tempel
Unser erster Stopp in Luxor war der Karnak-Tempel. Die Anlage ist die größte Tempelanlage Ägyptens und ist trotz ihres Alters von über zweitausend Jahren erstaunlich gut erhalten. Besonders beeindruckend ist die große Säulenhalle. Die gewaltigen Säulen ragen dicht an dicht in den Himmel, und an vielen Stellen sind noch Reste der ursprünglichen Bemalung sichtbar. Man steht mitten in Geschichte und fühlt sich dabei ziemlich klein.
Großer Hof
Abfluss-Infrastruktur im großen Hof
Säulenhalle im Gegenlicht
Palmen-Blick durch die Säulenhalle
Eingangs-Pylon
Tal der Könige
Als Nächstes ging es ins Tal der Könige. Schmale Gänge führen hier tief in den Fels, hinein in die Grabkammern der Pharaonen. Überraschend ist vor allem, dass die Wände und Decken auch nach Jahrtausenden noch leuchtend bunt bemalt sind.
Tal der Könige
Eingang zum Grab KV9
Grab KV9 von Ramses V. & Ramses VI
Grab KV9 von Ramses V. & Ramses VI
Grab KV9 von Ramses V. & Ramses VI
Totentempel der Hatschepsut
Architektonisch ganz anders, aber mindestens genauso spannend, ist der Totentempel der Hatschepsut. Der Tempel liegt terrassenförmig in steilen Felswänden und fügt sich fast nahtlos in die Landschaft ein. Von den oberen Ebenen öffnet sich der Blick weit über das Niltal bis hinüber nach Luxor.
Totentempel im Felsmassiv
Statuenallee im Totentempel
Ausblick auf Luxor und das Niltal
Metropolitan Museum House und Luxor
Ruinen in der Wüste
Nil-Überquerung mit Nervenkitzel
Vor dem wohlverdienten Mittagessen, zu dem es später kostenlose Darmprobleme mit dazugab :(, stand noch eine Nil-Überquerung mit dem Boot an. Schon beim Einsteigen fiel ein zweiter Außenbordmotor auf, der lose im Boot lag. Die Besatzung bestand aus zwei Kindern, die das Boot dennoch erstaunlich souverän steuerten und während der Fahrt begannen, die Elektrik zu reparieren.
Die Beschleunigungsleistung des Außenbordmotors war überschaubar, der Motor ging gelegentlich aus und sorgte damit für kurze Adrenalinschübe. Trotzdem lohnte sich die Überfahrt allein schon wegen der Perspektive vom Wasser aus. Die Fotos aus dem Boot heraus gehören zu meinen Favoriten des Tages.
Blick vom Boot auf Luxor
Ausflugsbote auf dem Nil
Alte Mauern in Luxor
Nilufer mit Promenade
Wildes Nilufer
Arabische Wüste im Abendlicht
Die Rückfahrt von Luxor nach Hurghada fiel in die Abendstunden. Zur goldenen Stunde kam ich aus dem Fotografieren kaum noch heraus. Wüste, Licht und Himmel passten perfekt zusammen. Dank kurzer Verschlusszeiten sind die Bilder überraschend scharf geworden, obwohl sie während der Fahrt durchs Fenster entstanden sind. Nicht geplant, aber fotografisch ein absoluter Glücksfall.
Zurück in die Kälte nach Deutschland
Ägypten war intensiv, laut, chaotisch, faszinierend und sehr fotogen. Die Mischung aus Entspannung in der Makadi Bucht und den kulturellen Highlights rund um Luxor hat die Woche extrem abwechslungsreich gemacht. Definitiv ein Land, das Eindruck hinterlässt und eines, in das ich fotografisch jederzeit wieder zurückkehren würde.